.Life can be so hard.
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.Immer wieder.

Immer wieder schwirren mir meine Diagnosen
durch den Kopf ...
Immer wieder horche ich in mich hinein,
ob auch wirklich alles okay ist.
Wenn ich einmal keine Beschwerden habe,
kann ich es schon fast gar nicht glauben.
Jeden Tag kommen die Ängste,
jeden Tag dieselben Zweifel.
Am liebsten würde ich jetzt schon in Kur sein...
Die ersten Tage dort überwunden haben.
Ob ich da wirklich als alter Mensch herauskomme?
Meine Mutter meint, sie lassen mich nicht eher gehen,
bis ich das alles schaffen kann,
bis ich wieder bereit für den alten Alltag bin.
Ich will ihn doch...
Ich will wieder in die Schule,
will meine Freunde öfter sehen,
will etwas Aufregendes mit meinem Freund
unternehmen können,
wenn er hier ist, oder ich bei ihm bin,
ohne Schmerzen und Ängste zu haben.
Ich will doch einfach nur wieder normal leben...
Der Alltag hier kotzt mich an.
Jeden Morgen mit Überwindung aufstehen.
Jeden Tag mit Überwindung meine Aufgaben
im Haushalt erledigen.
Jeden Abend mit Überwindung wieder ins Bett
gehen.
Es gibt nichts, was mich keine Überwindung
kostet.
Alles ist anstrengend,
alles hier scheint wenig Sinn zu haben,
außer zu warten.
Ich will meine Krankheit unter Kontrolle haben,
die Ängste überwinden,
ohne gleich fürchten zu müssen,
dass die Entzündung wieder aktiv wird...

16.1.07 11:29


. Ein Tag wie jeder andere .

Ja, was soll es sonst sein?
Ich hätte auch gar nicht erwartet,
dass sich plötzlich etwas ändert.
Schließlich hat sich alles festgefahren.
Jeden Tag dieselben Gedanken,
dieselben Aufgaben, damit ich nicht
ganz verkalke,
die selben Ängste.

Und abends kommt die Erlösung,
die Ablenkung,
die Sicherheit,
die Freude zwischen dem ganzen Trubel -
mein Freund.
Jeden Abend ein Telefonat
mit Flüssen lieber Worte,
die einen für den nächsten Tag stärken,
die einen wissen lassen,
dass man doch leben will -
für ihn,
für diese schönen Gefühle ...

Er ist so weit weg ...
Gedanklich bin ich 3oo km von zuhause entfernt,
bei ihm ...
...immer...
Es gibt nichts anderes mehr für mich.
Das, was ich tun will,
möchte ich für ihn tun,
für unsere Zukunft.
Ich weiß, man soll sich nicht fixieren,
aber was habe ich denn sonst noch?
Meine Familie und Freunde,
ja, für die bin ich dankbar,
für die bin ich gern da,
aber mit ihm ist es eben anders.
Mit ihm lebe ich.
Er ist nicht Alltag,
er ist ein Geschenk!

Für ihn will ich kämpfen,
gegen die Ängste.

Jetzt sind es schon 5 Monate,
die ich zuhause verbringe...
keine Schule, kein Alltag,
keine Hobbys, keine Arbeit...
aber ich rücke dessen Ende
immer näher.

Durchhalten.

14.1.07 23:10


...

Ich kann's nicht lassen zu schreiben .___.
Ich kann nicht anders. <br>

Danke, für die Kommentare, btw. <br><br>
Ja, ich schreibe soo indirekt.
Ich, hm, ich kann nicht...
Ich kann nicht so denken,
wie andere,
ich kann nicht so fühlen.
Ich hab keine normalen Gedanken mehr,
nein, die Angst bestimmt mein
Verhalten und das, was ich denke.
Die Psychosen...
Es ist so, es ist wie es ist.
Bald komm ich in Reha...<br>

Wenn ich darüber schreiben will,
leert sich mein Kopf,
er will es nicht zulassen.
Ich soll mich nicht öffnen.
Es ist zu schwierig,
zu anstrengend.
Er schafft das nicht.
13.1.07 17:12


. Die Zeit vergeht ... .

... und sie rennt.
Ich habe aufgegeben
hinterherzukommen.
Ich habe alle ihren Weg gehen lassen
und bin selbst stehen geblieben.
Wenn ich jetzt rede, mit ihnen,
ist alles anders, als vorher.
Ich bin nicht "aktuell".
Nein, es geht nicht um den neuesten Tratsch.
Zugegeben: Ich weiß es selbst nicht.
Es ist pures, instinktives Empfinden.

Und ich habe heute großen Schreibdrang. ö.ö

13.1.07 17:06


. ich will leben .

Mein Leben jetzt ist kein Leben mehr.
Und das schon lange nicht.
Hab ich je richtig gelebt?
Denn, wenn ich nicht so wäre, wie ich bin,
dann wäre das alles nicht so gekommen.
Dann wäre ich nicht so krank.
Es soll sich alles ändern, bald.
Ich kann's mir nicht vorstellen.
Es war doch irgendwie schon immer so.
Jetzt ist es nur stärker.
Kann man sich ändern?
Wieso hab ich's dann vorher nie geschafft?

Die Angst und mein Körper hält mich zuhause,
mein Alltag sind die betonierten Wände und
selten mal ein Ausgang mit Freunden.
Selbst da bin ich gedanklich zuhause,
in meinem kleinen Gefängnis.
Ich fühle mich festgekettet.
Mein eigener Körper ist mein größter Feind ...
13.1.07 16:20


.Zeit verbunden mit Gedanken.

Es ist so viel passiert im letzten Jahr ...
Natürlich gab es davor auch schon schlechte Tage
und längere Phasen,
in denen ich zwischen Freude und Zweifeln
schwankte.
Mal war der Anlass größer und mal kleiner.
Wenn ich es müsste, wüsste ich nun gar nicht
mehr, wie in welchen Schweregrad ich alles
Erlebte unterteilen müsste, das mich für eine
Zeit vom Vertrauen zum Leben fernhielt.

Ich weiß nicht, wo ich jetzt stehe,
wie es weitergehen wird ...
Es gibt viele Alternativen,
aber keine von ihnen sind realisierbar
für mich ...
keine erreichbar ...
Alles ist so weit weg,
alles besteht nur noch aus Prüfungen und
Hürden,
von denen ich glaube, sie nicht bezwingen
zu können.

Was konkret ich meine?
Eigentlich alles ....
Manches belastet mich mehr,
manches weniger ...
Aber all das macht den großen
Klumpen in mir aus,
der mir so viel Lust und Vertrauen
genommen hat.
Deswegen ist es egal,
wie groß oder klein die Probleme sind,
denn sie alle zusammen sind
für mich unbezwingbar.

Ich war schon immer ein Mensch,
der sich schnell einschüchtern ließ,
der viel zu viel nachdachte,
alles in das kleinstes Teil zerlegte,
der sich durch alleinige Gedanken
sein Leben für eine Zeit lang kaputt
machen konnte.
Klar, waren es teilweise die üblichen
pubertären Probleme,
die irgendwann bewältigt sind,
und eventuell sogar belächelt werden.

Und was ist es jetzt?
Ein Netz.
Gestrickt aus Verwirrung,
Hoffnungslosigkeit,
Ungewissheit,
Fragen ohne Antworten,
Antworten, die zu Fragen werden
und so viel mehr.

Ich vermeide.
Ich verdränge.
Ich will mich drücken.
Ich will in Sicherheit sein,
will nur in Geborgenheit gehüllt leben.
Das geht nicht,
das weiß ich ganz genau
und doch will ich es nicht verstehen,
nicht wahrhaben.

Angstörungen.
Am Anfang habe ich sie nicht ernst-
genommen.
Und jetzt erst registriere ich,
wie sehr sie mich ausgekapselt haben.
Vom ganzen Leben!

Ich gehe nicht mal mehr in die Schule.
Denke mit Panik an den Tag,
an dem ich meinen damals gewohnten
Alltag antreten werde.
Wieso?
Ich weiß nicht, wie das kam.
Es begann, als meine Krankheit begann.
Es kam und blieb und wuchs,
als meine Krankheit selbst schrumpfte.
Sie ist noch da, aber inaktiv,
und das für lange Zeit, wenn ich Glück
habe.
Das wirklich Schlimme blieb mir erspart,
ein Ziepen hier, ein Ziepen da,
damit muss man leben!
Und damit kann man leben!
Aber mit den Ängsten nicht.
Ich gehe nicht mehr allein raus.
Ich meide schwierige Situationen.
Mein früherer Alltag wurde
plötzlich zu einer Hürde,
die einfach nicht zu erklimmen ist.
Nicht für mich.
Was ist das?
Wo kommt es her?
Und wieso hat es bei mir sein
Zuhause gefunden?
Ich will es nicht ....
Nehmt es weg!

10.1.07 21:44